Zur aktuellen Situation

Bremen, Mitte Januar 2021

„Wir machen das!“

Liebe treue Abonnenten/-innen, Förderer und Besucher/-innen unseres Theaters,

inzwischen haben wir dieses unsägliche Jahr 2020 endlich ‚abschließen‘ – na wohl besser abhaken können. Monate voller Ungewissheit, Angst und Ungeduld liegen hinter uns und es ist ja noch lange nicht zu Ende. Einige von uns konnten irgendwie weitermachen, andere waren und sind gezwungen, ihre Aktivitäten ganz einzustellen und mussten und müssen sich im Beruflichen wie im Privaten in stiller Geduld üben. Bei uns allen bis heute immer verbunden mit der Ungewissheit, bleiben wir und unsere Liebsten gesund. Diese Ungewissheit im Allgemeinen –  und im Besonderen auch hinsichtlich unserer Theateraktivitäten – wird betrüblicherweise wohl noch etliche Wochen anhalten.

In dieser – im negativen Sinne – einmaligen Situation haben wir im Vorstand immer wieder u.a. über die Inszenierungen des vor uns liegenden Jahres gegrübelt: Können wir überhaupt planen? Und wenn ja, wann? Wir sind zu dem im Moment einzig sinnvollen Ergebnis gekommen, das anstehende Stück Männerbeschaffungsmaßnahmen (MBM) nicht im späten April zur Premiere zu bringen. Ausschlaggebend war, dass es sich bei dem Stück um eine Musikrevue handelt, die nach der entbehrungsreichen Zeit Ihnen, unseren treuen Zuschauerinnen und Zuschauern, sicherlich viel Freude gemacht hätte (Musik streichelt ja bekanntlich die Seele). Aber die Gefährdung durch verstärkt abgesonderte Aerosole beim Gesang ist doch zu groß. Nun haben wir durch Zufall das Stück Die Niere gefunden. Und: Dass es laut Bühnenjahrbuch nach dem Sommernachtstraum das am häufigsten gespielte Theaterstück auf deutschen Bühnen ist, muss ja einen Grund haben. Warum es so „zündet“, werden hoffentlich viele von Ihnen beurteilen. Es ist unsere erste Komödie nach einem ganzen Jahr (!) der Abstinenz. Sie wird dargeboten von Jessica Coels, Maren Schulz, Jörg Peterschewski und Jochen Schmidtmeyer. Regie wird Christoph Jacobi führen. Da laut 23. Corona-Verordnung des Senats das Proben noch erlaubt ist, werden wir uns ab Mitte Januar erstmalig wieder treffen. Ob es bei dem Status Quo bleiben wird, ist natürlich bis auf weiteres ungewiss.

In Konsequenz soll das Stück Kalendergirls im Herbst aufgeführt werden. Aufgrund des recht großen Ensembles auf der Bühne könnten wir hierfür bereits mit den Proben im Juni beginnen. Vorausgesetzt, alle im Stück vorgesehenen Damen (und die beiden Herren) bleiben fit und gesund. Alternativ stünde MBM zur Verfügung.

Die Wunderübung haben wir daher schweren Herzens auf 2022 verschoben.

Allgemeine Neuigkeiten rund um unser Theater:

> Aufgrund der Pandemie mussten wir alle Aktivitäten wieder einstellen, die wir dank anregender Vorschläge aus einer ‚Zukunftswerkstatt‘ kurz begonnen hatten umzusetzen. Vorbereitet wurde u.a. eine Karten-Werbeaktion. Diese Karten werden verteilt, sobald die Gastronomie wieder in den Normalmodus zurückkehrt. Auch die Gewinnung von Nachwuchs in Kooperation mit den Schulen konnten wir daher nicht umsetzen. Gleiches gilt bedauerlicherweise für die Themen Theaterbesuche, Literaturabend, Imagefilm und Talkrunde.

> Erfreulich ist wiederum, dass wir dank der Unterstützung des Senats unsere Gemeinkosten einigermaßen abfedern konnten, so dass wir finanziell vergleichsweise solide dastehen – auch weil der Vermieter unseres Probenraumes vorübergehend auf seine Miete verzichtet hat.

> Des Weiteren ist die ‚Digitalisierung‘ unserer Kommunikation vorangeschritten. So konnten wir bei vielen allgemeinen Kontakten deren E-Mail-Adressen erfragen, so dass wir künftig nicht nur diese, sondern auch unsere Abonnenten/-innen per E-Mail mit Neuigkeiten versorgen können.

> Und schließlich haben sich trotz Corona mehrere Personen bei uns gemeldet, die gern bei uns mitwirken möchten – getreu dem Motto: „Wir machen das!“

Aber das Wichtigste zum Schluss: Bleiben Sie gesund und passen Sie bitte weiterhin gut auf sich auf!

Es grüßen Sie mit (weiterhin ungebrochenem) kreativem Elan

Stefan Lüers    &    Ansgar K.H. Matuschak    &    Jessica Coels