Zur aktuellen Situation

Nachruf ‚Irmgard Bosse‘

Eine von uns ist von uns gegangen – und bleibt doch „Eine von uns“.

Wir haben die traurige Pflicht, den Tod unseres langjährigen Mitgliedes Irmgard Bosse anzuzeigen. Sie starb im Alter von 88 Jahren im geborgenen Kreise ihrer Familie.

Irmgard gehörte seit Jahrzehnten zum „Inventar“ im allerbesten Sinne; sie war ein Gesicht, eine Identifikationsfigur unserer Ära im Packhaus-Theater im Schnoor. Mitglied seit 1988, war sie von Anfang an eine maßgebliche und tatkräftige Unterstützung für all die Abläufe vor dem Saal, also im Foyer. Sie hatte ein wachsames Auge auf die Garderobe, betreute den Schokoladenverkauf, pries an und vertrieb Programmhefte und Flyer an die Besucher und verstand es auf zutiefst sympathische Art, eben jene Besucher zu einer Spende („das Schweinchen freut sich“) zu bewegen.

Gespielt hat sie nie, gleichwohl ist sie dreimal als Souffleuse („Zwei rechts, zwei links“, 1988 / „Geheimnisse im Mandarinzimmer“, 1988 / „Zwielicht“, 1989) sowie als Requisite für „Scherz beiseite!“ (1991) in den Annalen verzeichnet. Legendäre Auftritte hatte sie dennoch, und zwar zu den Dernierenfeiern einer jeden Inszenierung! Wenn das Team im Saal noch mit Umziehen, Abschminken, Aufräumen, Bühnenabbau, dem Einsammeln (und dem manchmal ergebnislosen Suchen) persönlicher Dinge beschäftigt war, zog ein zunehmend unverschämter Duft von Kasseler, Kartoffelsalat und hartgekochten Eiern durch den Saal. Dann wurde es Zeit, sich den wichtigen Dingen, der Abschlussfeier zuzuwenden…

Ein Geheimtipp bleibt ihr Thunfischsalat! Irmgard bleibt auch unvergessen, weil sie es in unnachahmlicher Weise verstand, für das leibliche Wohl des Teams zu sorgen. Ob Schnittchen oder eben Salat; vom ‚gedeckten Apfelkuchen‘ will ich gar nicht erst anfangen!

Tschüß Irmgard, mach es gut!

 


Im Mai 2021

„Wir machen das!“

Liebe treue Abonnenten/-innen, Förderer und Besucher/-innen unseres Theaters,

‚Alles neu macht der Mai‘ – und es sieht so aus, als würde der alte Volksspruch wiederum bestätigt werden: Die Pandemie verliert im Moment ihren Schrecken, eine Rückkehr zu einem halbwegs normalen Lebensalltag scheint greifbar.

Auch wir denken nun intensiv darüber nach, unseren Theaterbetrieb endlich wieder aufzunehmen und das Stück ‚Die Niere‘ Anfang November dieses Jahres auf die Bühne im bkt zu bringen. Der Umstand, dass einer der Protagonisten eine Nierenspende benötigt, führt zu ungewollten Stresstests zwischen zwei Paaren. Und: Dass es laut Bühnenjahrbuch nach dem Sommernachtstraum das am häufigsten gespielte Theaterstück auf deutschen Bühnen ist, muss ja einen Grund haben. Warum es so „zündet“, werden hoffentlich viele von Ihnen erleben. Damit wäre dieses Stück unsere erste Komödie nach anderthalb Jahren (!) der ungewollten Abstinenz. Sie wird dargeboten von Jessica Coels, Maren Schulz, Jörg Peterschewski und Jochen Schmidtmeyer. Regie wird Christoph Jacobi führen. Da laut der Corona-Verordnung des Senats das Proben erlaubt ist, werden sich die Akteure etwa Anfang August wieder treffen und mit den Proben beginnen.

Das kommende Jahr beginnen wir kreativ mit ‚Die Wunderübung‘, deren zahlreiche Proben ja aufgrund der Pandemie  bereits im März 2020 unterbrochen werden mussten und nun hoffentlich Anfang Februar 2022 aufgeführt werden kann. Beim Paarthera-peuten erfolgt der mehr oder weniger ambitionierte Versuch, zerbrochenes Glas zu kitten; mit vollem Therapeuteneinsatz. Sie wird dargeboten von Mona Kling, Stefan Lüers und Ansgar K.H. Matuschak. Regie führt Franziska Mencz.

Das Stück ‚Männerbeschaffungsmaßnahmen (MBM)‘ wird unseren treuen Zuschauerinnen und Zuschauern sicherlich viel Freude machen (Musik streichelt ja bekanntlich die Seele). Die Revue soll Anfang Mai 2022 zur Aufführung kommen. Hier sind wir auch im Therapiemodus: Frauen sagen, was sie immer schon – singend – sagen bzw. verschweigen wollten. Dargeboten von Shantha Chaudhuri, Jessica Coels, Eva Gätjen, Anja Gomez, Christina Richter und ein Pianist weil…ein Gesangsstück. Regie: Christian Schliehe.

Die Tragikkomödie „Kalendergirls“ soll voraussichtlich Anfang Oktober 2022 aufgeführt werden. Ein Kreis nicht ganz junger Damen möchte die Lethargie ihres Daseins durch einen selbstgestalteten, pikant unkonventionellen Kalender durchbrechen. Mit Annette Ewald, Eva-Maria Koch, Margrit Marquardt, Christian Seegert, Werner Logemann, Stefanie Fries und Anja Hölscher (beide Statt-Theater Vegesack), Helga Goll und ggf. weiteren Darstellerinnen. Regie: Uwe Seidel.

Allgemeine Neuigkeiten rund um unser Theater:

– Konfrontiert mit baulichen und technischen Problemen in unserer bisherigen Geschäftsstelle im Schnoor, haben wir uns entschieden, unser ‚Zelt‘ neu in der Blumenthalstraße 17 (in der historischen Villa gegenüber des Maritim Hotels) aufzuschlagen. Durch den damit verbundenen Wegfall unseres Festnetzes sind wir ab sofort unter der Mobilfunknummer 0176 – 4299 8511 zu erreichen.

– Des Weiteren konnten wir in der vergangenen Woche – unter entsprechenden Vorsichts- und Hygienemaßnahmen – unsere jährliche Mitgliederversammlung stattfinden lassen, um u.a. die notwendige Neuwahl des Vorstandes vorzunehmen. Dabei wurde der amtierende Vorstand in gleicher Zusammensetzung einstimmig für weitere drei Jahre neu gewählt. Für das entgegengebrachte große Vertrauen der anwesenden Mitglieder bedanken sich sehr herzlich Stefan Lüers (1. Vorsitzender), Ansgar K.H. Matuschak (2. Vorsitzender) und Jessica Coels (Schatzmeisterin).