Da waren’s plötzlich neun!

Oktober 2011
Da waren’s plötzlich neun!
Komödie von Philip King und Anthony Armstrong

Das Wesen der Romantik ist die Unsicherheit. Und was Oscar Wilde schon sehr treffsicher erkannte, wird für das junge Paar Anne und Philip Kellaway zur schonungslosen Gewissheit. Beide haben von Philips Mutter Harriet ein romantisches Cottage geschenkt bekommen, das in ländlicher Abgeschiedenheit liegt. In den noch leeren Räumen warten sie sehnsüchtig auf den Möbelwagen, als plötzlich Philips Eltern auftauchen. Anne ist alles andere als begeistert, denn ihr Verhältnis zu Harriet könnte man gerade noch als höflich-unterkühlt bezeichnen. Erfreuter ist sie dagegen über den Besuch ihres Schauspielkollegen Gray Meredith der sie immer noch mit ihrem Kosenamen Duckie anspricht. Inmitten dieses Quintetts nimmt das Verhängnis im Cottage seinen Lauf: Der Möbelwagen hat eine Panne, der Packer verstaucht sich den Fuß, dessen Bekannte Shirley Cameron fällt in den Fluss und durch den Einsturz einer Brücke ist das Landhaus plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Stunden vergehen, der Hunger klopft an die Tür und mit ihr auch Evadne, die Tochter der sehnlichst erwarteten Putzfrau. Jeder versucht, sich in dieser trostlosen Situation nützlich zu machen, doch Anne verzweifelt immer mehr: Sie flirtet mit Gray, um „Muttersöhnchen“ Philip eifersüchtig zu machen und stellt ihm ein Ultimatum: Sie oder seine Mutter! Zwischen all den Irrungen, Wirrungen und knurrenden Mägen zieht plötzlich der Duft von gebratenem Speck durchs Haus. Die acht „Verschollenen“ glauben zunächst an eine Halluzination, aber die Lösung all ihrer Probleme steckt im Keller.

Regie: Brigitte Schönecker

Darsteller: Annette Ewald, Eva Gätjen, Christin Rieger, Miriam Wendel, Bernd Panzer,
Jens Raczkowski, Ewald Ravenschlag, Nils Roßow u.a.